Rosbacher Grüne bewerben ÖPNV-Petition am umgebauten Rodheimer Bahnhof

Rosbach vor der Höhe – 3. März 2026. Nach langer Sperrung der Bahnstrecke fährt die RB 16 wieder zwischen Friedrichsdorf und Friedberg. Die Rosbacher Grünen nutzten den ersten Werktag ohne Schienenersatzverkehr in diesem Jahr, um am umgebauten Bahnhof auf eine laufende Petition des Landesverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für Verbesserungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufmerksam zu machen.

„Sowohl die Pendlerinnen und Pendler als auch die Schulkinder können ein Lied davon singen, wie schlecht der ÖPNV hier in Rosbach funktioniert. Vor der monatelangen Streckensperrung gab es immer wieder Probleme mit Zugausfällen und fehlendem Ersatzverkehr,“ erklärt Uta Meissner, Kandidatin der Grünen für die Stadtverordnetenversammlung. „Auch während der Streckensperrung gab es immer wieder Ausfälle bei den Ersatzbussen. Deshalb wollten wir jetzt für unsere Petition werben, die unter dem Motto „Schluss mit Endstation Frust“ für ganz Hessen Verbesserungen fordert.“

Die hessischen Grünen fordern von der Landesregierung mehr Engagement für den ÖPNV. Dazu gehöre mehr Landesgeld für Bahnen und Busse, verlässliche Fahrgastinformationen und Ersatzverkehr sowie dichtere und verlässliche Takte – auch auf dem Land. Die Petition kann auf der Seite http://www.gruene-hessen.de/schluss-mit-frust  unterschrieben werden. Die Rosbacher Grünen wollen das Thema auf der politischen Agenda halten. Bereits 2024 hatten sie eine Petition für mehr Pünktlichkeit und Verlässlichkeit auf der Bahnlinie RB 16 gestartet, die von mehr als 1400 Menschen unterschrieben wurde.

 „Statt über sehr teure Projekte wie den zehnspurigen Ausbau der A5 oder den Ausbau der B455 zu diskutieren, sollten wir lieber jetzt in die ÖPNV-Infrastruktur investieren. Wir lehnen diese Straßenbau-Projekte ab. Sie sorgen nur für noch mehr Autoverkehr. Die Staus werden nicht beseitigt, sondern nur verlagert,“ ergänzt Ivo Lingnau, Fraktionsvorsitzender der Rosbacher Grünen.

Im Gespräch mit den Pendlerinnen und Pendlern wurde neben den häufigen Zugausfällen vor allem die mangelnde aktuelle Information über den Bahnbetrieb beklagt. So war einigen nicht bekannt, dass am Rodheimer Bahnhof jetzt Linksverkehr herrscht. Die Züge nach Friedberg fahren von dem nur über den Bahnübergang erreichbaren neuen Gleis ab. Einen Fahrkartenautomaten gibt es wiederum nur auf dem alten Bahnsteig. So konnten die Grünen neben der Werbung für die Petition an diesem Montagmorgen auch noch eine inoffizielle Bahninfo betreiben. 

Bei der letzten Stadtverordnetenversammlung haben die Grünen außerdem erfolgreich die Prüfung von Fördermöglichkeiten für eine weitere Querung über die Bahngleise nördlich des Bahnhofs beantragt. Gleichzeitig wurde der Magistrat aufgefordert, für das geplante Baugebiet nördlich des Seelhofs ein Rad- und Fußwegekonzept zu erarbeiten. Die Verbesserung der Rad- und Fußwege im Stadtgebiet ist neben dem ÖPNV-Ausbau eines der Kernanliegen der Grünen für die Kommunalwahl am 15. März.