Antrag

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FWG und STIMME – Katzenschutzverordnung

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, eine Katzenschutzverordnung in Anlehnung an die von der hessischen Landestierschutzbeauftragten veröffentlichten Musterverordnung zu erarbeiten und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen.

Begründung:

In der Wetterau haben bereits mehrere Kommunen – Karben, Gedern, Hirzenhain, Nidda, Büdingen – eine entsprechende Regelung verabschiedet. In weiteren Städten und Gemeinden ist es aktuell in Diskussion. Auch der Deutsche Tierschutzbund sowie Tierschutzvereine unterstützen solche kommunalen Verordnungen. Insgesamt haben in Hessen 113 Kommunen eine Katzenschutzverordnung verabschiedet (Stand April 2025).

Damit hat sich diese Massnahme als sinnvolle Ergänzung für den örtlichen Tierschutz etabliert. Deshalb wollen wir sie auch in Rosbach nutzen.

Ziel der Regelung ist die Verpflichtung Freigänger-Katzen und freilebende Katzen unfruchtbar zu machen und mit einem Chip zu registrieren. Private Tierhalterinnen und Tierhalter sind mit ungeplanten Jungtieren häufig überfordert und geben diese im Tierheim ab. Zudem speisen ausgesetzte Nachkommen oft die Populationen verwilderter Straßenkatzen. Tierheime berichten, dass aufgegriffene und tierärztlich untersuchte freilebenden Katzen sehr häufig ernsthaft krank sind. Außerdem leiden viele Katzen an Unter- oder Fehlernährung. Abgegebene oder aufgefundene Katzen belasten die Tierheime und Auffangstationen.

Durch die Registrierung ist es zusätzlich einfacher eine aufgefundene Katze wieder dem oder der Tierhalter/in zurückzugeben.

Eine Befragung unter Kommunen, die eine Katzenschutzverordnung eingeführt haben, ergab, dass die antwortenden Städte und Gemeinden überwiegend positive Erfahrungen gemacht haben: “Sowohl die Kosten als auch der Verwaltungsaufwand wurden mehrheitlich als gering oder sogar nicht existent eingeschätzt. Auch stellen die Verordnungen eine rechtssichere, von der Bevölkerung mitgetragene oder sogar aktiv unterstützte Möglichkeit dar, den Katzen in den jeweiligen Gemeinden zu helfen und den Tierschutz zu stärken.”

Die Mustersatzung zur Information:

https://tierschutz.hessen.de/sites/tierschutz.hessen.de/files/2025-06/muster_fuer_kommunale_katzenschutzvo_neu.pdf

Eingereicht am:
2. Oktober 2025

Behandelt am:
21. Oktober 2025

Ergebnis:
wird im Ausschuss beraten