Grüne Landtagsabgeordnete Kathrin Anders bespricht aktuelle Themen mit Bürgermeister Maar

Am 5. November 2020 war die Wetterauer Landtagsabgeordnete Kathrin Anders zu Besuch im Rosbacher Rathaus. Gemeinsam mit dem Kreisgeschäftsführer Clemens Breest und Michaela Colletti (Vorstandssprecherin des Rosbacher Ortsverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) war sie im Gespräch mit Bürgermeister Steffen Maar, um sich über aktuelle Themen, die Rosbach beschäftigen, zu erkundigen.

Der vollständige Bericht zum Treffen findet sich auf der Internetseite der Stadt Rosbach.

https://www.rosbach-hessen.de/news/items/buergermeister-maar-redet-mit-der-wetterauer-landtagsabgeordneten-kathrin-anders-ueber-aktuelle-themen-in-rosbach.html

8-Punkte-Plan: Sichere Bildung in der Krise

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, plädiert in ihrem 8-Punkte-Plan Sichere Bildung in der Krise für flexible, pandemiegerechte Lösungen. Es gilt, alles daran zu setzten, dass guter Unterricht und der Zugang zu Bildung auch in Pandemiezeiten gesichert sind – unabhängig vom Einkommen der Eltern und dem Ort der Schule.

Kinder haben Rechte, auch in einer Pandemie. Mit dem unzureichenden Bildungsangebot in der Corona-Krise wird aber ein Kernversprechen unserer Republik – nämlich das von Chancengleichheit – noch stärker verletzt als ohnehin schon. Die Folgen sind gravierend. Kinder leiden akut unter fehlenden sozialen Kontakten, die soziale Ungerechtigkeit verschärft sich. Auch langfristig entstehen Schäden. Nur ein Beispiel: Kindern, die jetzt wegen Schulschließungen den Anschluss verlieren, drohen später Probleme auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie geringere Einkommen. Auch Familien leiden: Alleine während des ersten Shutdowns haben die Kita- und Schulschließungen fast 56 Millionen Arbeitstage gekostet.

Es gilt daher, alles daran zu setzten, dass guter Unterricht und der Zugang zu Bildung auch in Pandemiezeiten gesichert sind – unabhängig vom Einkommen der Eltern und dem Ort der Schule. Viele Schulen und Lehrer*innen im Land tun im Augenblick ihr Bestes, damit dies gelingen kann.

Wenn nun aber in der zweiten Welle der Pandemie nicht mehr herauskommt als die Forderung nach einer umfassenden Maskenpflicht auch für Sechsjährige oder Klassenbudgets für Wolldecken, ist das beschämend für Bundesregierung und Kultusministerien der Länder. Zu Recht fühlen sich Bildungseinrichtungen, Lehrkräfte und Familien alleingelassen.

Nötig ist eine strukturelle und finanzielle Unterstützung der Schulen. Diese hätten Bund und Länder schon längst mit vereinten Kräften auf den Weg bringen müssen. Es ist richtig, alles daran zu setzen, dass Schulen offen bleiben können; mit einem differenzierten Blick auf das Alter der Kinder, das eine große Rolle dabei spielt, wie stark jemand das Virus verbreitet. Aber einfach weiter-so funktioniert nicht. Es braucht spätestens jetzt flexible, pandemiegerechte Lösungen. Dazu gehören Luftfilter in Schulklassen, ein sicherer Schulweg und eine breit angelegte Digitaloffensive. Es ist Zeit zu handeln.

1. Sicheres Lernen in der Schule

Schulen können umso länger geöffnet bleiben, je sicherer das Lernen darin ist. Und je jünger die Kinder sind, umso wichtiger ist das Präsenzlernen. Um Schulen sicher offenhalten zu können, braucht es ein Sofortprogramm zur Beschaffung von mobilen Luftfiltern für Klassenräume. Die Kultusministerien müssen eine klare Vereinbarung treffen, dass Schulen mit solchen Filtern und CO2-Messgeräten ausgestattet werden. Denn in der kalten Jahreszeit wird ausreichendes Lüften allein nicht nur potentiell gesundheitsschädlich, weil Kinder und Lehrkräfte frieren, sondern auch teuer, weil dabei die Heizungen laufen. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für die Umrüstung von Lüftungsanlagen reicht nicht aus, weil es nur für bestehende Anlagen gilt und die Umrüstung vielerorts zu spät käme.

Nötig sind jetzt auch vorbereitende Maßnahmen, etwa damit Klassen in kleineren Gruppen in Wechselmodellen unterrichtet werden. Sicherheit fängt zudem beim Schulweg an: Auch der Busverkehr muss so geregelt werden, dass Kontakte verringert werden können. Zurzeit gibt es eine Vielzahl an Reiseunternehmen mit wenigen Aufträgen, die für eine Aufstockung der Schulbusse und überlasteten ÖPNV-Linien gewonnen werden könnten. Wechselmodelle und gestaffelte Anfangszeiten von Schulklassen würden auch hier eine Entlastung schaffen. Nicht zuletzt sollten Corona-Schnelltests nach den Bereichen der kritischen Infrastruktur als nächstes dort eingesetzt werden, wo im Bildungsbereich die psychische Belastung durch geschlossene Einrichtungen am größten wäre: bei den Kleinsten. Sie sollten altersaufwärts in Kitas, Kindergärten, Grundschulen und Sekundarschulen zum Einsatz kommen.

2. Konzepte für Quarantäne-Lernen erstellen

Wenn Kinder in Quarantäne müssen, aber selbst nicht erkrankt sind, brauchen sie weiterhin guten Unterricht. Sonst droht vielen Kindern, dass sie zurückfallen und weniger guten Unterricht erhalten als diejenigen, die den Schulunterricht besuchen können. Quarantäneunterricht muss daher didaktisch und technisch vorbereitet sein. Es ist sicherzustellen, dass der Online-Unterricht und die Betreuung der Kinder zuhause der Qualität des Unterrichts im Klassenzimmer nahekommen. Dafür sind unterschiedlichste digitale Formate geeignet, auch die zeitweilige Übertragung des Unterrichts aus dem Klassenraum kann dazu beitragen. Für bundesweite Herausforderungen wie technische Ausstattung, Etablieren und Qualifizieren von Softwarelösungen sowie deren didaktische Einbindung braucht es eine länderübergreifende Herangehensweise. Es braucht Fortbildungen für das Lehrpersonal sowie einen institutionalisierten Best Practice-Austausch, beispielsweise durch „Distanzlern-Kongresse“. Die neue ständige Wissenschaftliche Kommission der KMK sollte zügig mit der Umsetzung der Bundeszentrale für digitale und Medienbildung beginnen.

3. Quarantäneregeln kindgerecht anpassen

Das Infektionsschutzgesetz sieht die Corona-Pandemie nur aus Erwachsenensicht und ignoriert dabei die Rechte und Realitäten von Kindern in der Krise. Weil Teile des Gesetzes von vielen Gesundheitsämtern in Quarantänebescheide für Kinder kopiert werden, erhalten Familien bundesweit Vorgaben, die regelrecht absurd sind. Da wird eine ‚häusliche Absonderung‘ des Kindes gefordert, das Mahlzeiten von den anderen Familienmitgliedern ‚räumlich getrennt‘ einnehmen soll. Bei Nichteinhaltung drohen einige Gesundheitsämter sogar damit, das Kind ‚zwangsweise in einer abgeschlossenen Einrichtung abzusondern‘. Kinder in einer solchen Situation von ihren Eltern und Geschwistern isolieren zu wollen, ist eine Form psychischer Gewalt. Es braucht dringend klare Vorgaben der Bundesregierung, damit das Infektionsschutzgesetz an die Rechte und die Lebensrealität von Kindern angepasst wird. Dafür muss das RKI jetzt als ersten Schritt kindergerechte Quarantäne-Leitlinien mit evidenzbasierten Empfehlungen für Gesundheitsbehörden entwickeln und zusätzliche Hinweise für Eltern bereitstellen. Insbesondere ist zu beachten, dass kleine Kinder nicht in Zimmern isoliert werden, dass Kinder sich in Begleitung von Familienmitgliedern an der frischen Luft bewegen dürfen und dass nicht erkrankte Schulkinder auch in der Quarantäne am Unterricht teilnehmen können.

4. Schulen ans Netz bringen

Durch unbürokratische Genehmigungen aus dem Förderprogramm Breitband müssen nun Schulen ans Breitbandnetz angeschlossen werden und WLAN bis ins Klassenzimmer erhalten. Nur so ist digitaler Unterricht überhaupt möglich. Mittel aus dem Sonderaufruf zur Förderung von Schulen und Krankenhäusern müssen konsequent abgerufen werden, um auch Schulen ans Netz zu bringen, die außerhalb von Ausbaugebieten liegen. Laut Breitbandatlas sind bislang nur 28,4% der Schulen an Gigabit-Netze angeschlossen. Der „Sonderaufruf Schulen und Krankenhäuser“ im Rahmen des Bundesförderprogramms ermöglicht eine Förderung in Höhe von bis zu 70% der Kosten für den Glasfaseranschluss dieser Einrichtungen. Die Breitbandnachfrage übersteigt das deutsche Angebot jedoch bei weitem. Es gibt jedoch Angebote aus dem Ausland, wo die Breitbandvernetzung schon weit fortgeschritten ist, z. B. in Schweden. Deshalb sollen sich kommunale Verwaltungen auch für ausländische Anbieter öffnen. Anbieter sollen die Vernetzung von Schulen prioritär behandeln.

5. Einrichtung einer Bundeszentrale für digitale und Medienbildung

Alle Kinder müssen im Fall einer Quarantäne über digitale Endgeräte und Lernplattformen zuhause lernen können. Es muss vor allem sichergestellt werden, dass gerade Kinder aus sozial benachteiligten Familien vollen Zugang zum Internet, zu Lernplattformen sowie Laptops oder Tablets erhalten. Hier sind weitere Umwidmungen aus dem Digitalpakt nötig. Um die Beschaffung von Endgeräten für die Schulen zu erleichtern und sicherzustellen, dass kein Flickenteppich aus unterschiedlichen Lernplattformen entsteht, braucht es die Einrichtung einer Bundeszentrale für digitale und Medienbildung als Bund-Länder-Projekt. Diese umfasst eine Online-Plattform inklusive einer App, die die bestehenden pädagogischen online-Angebote bündelt, einordnet, qualitätssichert und verständlich präsentiert. Damit bekommen die guten Angeboten mehr Reichweite und die Marke „Bundeszentrale“ sorgt für Vertrauen der Nutzer*innen. Die neue Bundeszentrale stellt außerdem Weiterbildungstools für Lehrkräfte zur Verfügung und kooperiert mit dem Bundes- und den Landesbeauftragten für Datenschutz, um eine Grundversorgung an Inhalten zur rechtssicheren Nutzung des Internets anzubieten. Für die Einrichtung einer solchen Bundeszentrale für digitale und Medienbildung braucht es ein jährliches Budget von 10 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter inhaltlicher Zusammenarbeit mit der Staatsministerin für Kultur und Medien und der Staatsministerin für Digitalisierung. Die Einrichtung einer Bundeszentrale für digitale und Medienbildung kann nicht von heute auf morgen geschehen, Schulen brauchen jetzt aber dringend Unterstützung und Orientierung bei der Beschaffung von Soft- und Hardware. Deshalb soll kurzfristig eine Taskforce aus Expert*innen einheitliche Qualitätskriterien und Whitelists für die Nutzung von Soft- und Hardware für die Länder mit Empfehlungen erarbeiten.

6. Voraussetzungen für erfolgreiche digitale Lehre schaffen

Das Thema Datenschutz muss nun auf Länder- und auf Bundesebene angegangen werden. Viele Schulen und Lehrkräfte melden dies als zentrale Hürde für den Distanzunterricht. Es braucht die Einrichtung von IT-Teams, die als digitale Ansprechpartner*innen (DAPs) an Schulen für die Umsetzung, den Support und Datenschutzfragen zur Verfügung stehen. Die DAP-Teams könnten sich aus IT Expert*innen zusammensetzen und sollten mit dem Vorhaben der Bundesregierung, Systemadministrator*innen zu finanzieren, gekoppelt werden. Pro Schulträger sollte in Abhängigkeit von der Anzahl zu betreuender Schüler*innen und Lehrerkräfte ein vernünftiger Schlüssel an IT-Fachkräften eingesetzt werden, beispielweise eine Vollzeitstelle pro 800 Benutzer*innen. Zudem müssen geeignete Verwaltungstools und Hardwarelösungen ausgewählt werden, die den Service und Support auch aus der Ferne sicherstellen. Die DAPs könnten Schulleitungen in der momentanen Phase beim Erwerb von Lizenzen beraten, Lernplattformen für den digitalen Fernunterricht vorbereiten und für einen einwandfreien technischen Ablauf sorgen. Einschlägige Programme würden es ermöglichen, eine Fernwartung der Schülergeräte von zu Hause vorzunehmen.

7. Benachteiligte Kinder besonders unterstützen – Räume nutzen

Kinder mit Leistungsrückständen brauchen über längere Zeit ergänzenden Angebote und spezifische Förderung durch zusätzliches Personal. Auch sollten bei Schulschließungen Lösungen für Kinder, die zuhause nicht die Voraussetzungen fürs Distanzlernen haben, bereitgestellt werden. Räume sind in vielen Schulen knapp. Hier können in Zusammenarbeit mit den Kommunen, Kultureinrichtungen, Hochschulen und Universitäten Lösungen gefunden werden, beispielsweise durch Nutzung von Bibliotheken, Seminarräumen, Kunsthallen, Museen und anderen während der Pandemie ungenutzten Räumlichkeiten, in denen eine Unterstützung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen sichergestellt werden kann. Für die Betreuung in kleinen Gruppen braucht es kreative Lösungen. Beispielsweise könnten (Lehramts-) Studierende zusätzliche Hilfestellung bei der Erarbeitung von Unterrichtsinhalten geben.

8. Lernen und Lehre stärken

Für eine gute Umsetzung digitaler Lehre braucht es verpflichtende Fortbildungen der Lehrkräfte in digitaler Didaktik. Lehramts- und Pädagogikstudierende können bei der Unterstützung der Lehrkräfte – grundsätzlich – und insbesondere in Pandemiezeiten eine große Hilfestellung leisten. Ein Bund-Länder-Programm „Studierende machen Schule“ könnte die große Bereitschaft der Studierenden sowie die Nachfrage der Schulen bündeln und Studierende an Schulen vermitteln.

Veröffentlicht auf der Webseite von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN
https://www.gruene.de/artikel/8-punkte-plan-sichere-bildung-in-der-krise

Einladung zur Mitgliederversammlung am 25.11.2020

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Interessenten,

wir laden herzlich zu unserer nächsten Mitgliederversammlung ein, bei der wir unsere Vorschlagslisten für die Kommunalwahl am 14. März 2021 in Rosbach aufstellen wollen.

Datum: Montag, 25. November 2020

Zeit:       20.00 Uhr

Ort:        Bürgerhaus Rodheim, Grabengasse 12.-14, 61191 Rosbach v. d. H.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Bestimmung der Versammlungsleitung, der Protokollführerin/des Protokollführers, des Wahlvorstands, der Vertrauensperson, der Ersatzperson und deren Stellvertreter*innen
  3. Vorstellung der Bewerber*innen für die Wahlvorschläge
  4. Listenaufstellung für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung
  5. Listenaufstellung für die Wahl zum Ortsbeirat Ober-Rosbach
  6. Listenaufstellung für die Wahl zum Ortsbeirat Nieder-Rosbach
  7. Listenaufstellung für die Wahl zum Ortsbeirat Rodheim
  8. Verschiedenes

Wir würden uns freuen, euch bei der Mitgliederversammlung persönlich zu begrüßen und euch gerne Gelegenheit geben, euch den Anwesenden vorzustellen.

Falls ihr nicht teilnehmen könnt oder möchtest, wofür wir Verständnis haben, oder an diesem Termin verhindert seid, bitten wir euch, uns rechtzeitig vorab die schriftliche Erklärung über eure Bereitschaft zu kandidieren, unterschrieben zukommen zu lassen.

Wir werden uns dann nach der Listenaufstellung wegen der weiteren Formalien mit euch in Verbindung setzen.

Alle für die Listenaufstellung benötigten Unterlagen liegen zum Ausfüllen bereit, die Wählbarkeitsbescheinigungen werden von uns nach der Versammlung eingeholt.

Wir veranstalten die Versammlung unter strenger Einhaltung der Corona-Richtlinien und bitten um Einhaltung derselben. Bitte unbedingt mit Mund-Nasenschutz kommen und einen eigenen Stift mitbringen!

Im großen Saal des Bürgerhauses ist genügend Platz, um die Versammlung unter hygienischen Bedingungen durchzuführen.

Falls ihr Fragen zur Fülle der beigefügten Formulare habt, könnt ihr diese auch direkt zur Versammlung mitbringen und dort ausfüllen. Wenn ihr nicht an der Versammlung teilnehmt, könnt ihr uns jederzeit vorher kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Für den Vorstand

Betina Quägber-Zehe M.A.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ortsverband Rosbach v. d. H.
Vorstandssprecherin

Die Grünen setzen sich mit gemeinsamen Antrag für neue Kindertagesstätte in Rodheim ein

Bereits vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 29.10.2020 hatten sich die Rosbacher Grünen für einen Ausbau der U3-Kinderbetreuung in Rodheim ausgesprochen. Dabei ging es um den Ersatz für die Kita „Am Kirschenberg“, deren Mietvertrag im Jahr 2024 ausläuft. In diesem Zusammenhang wurde zuerst ein Neubau auf dem Gelände der in diesem Jahr geschlossenen Kita „Brüder Grimm“ vorgeschlagen.

„Wir haben heute 85% der Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren in Ober-Rosbach. 60% der Rosbacher*innen wohnen aber in den Stadtteilen Nieder-Rosbach und Rodheim. Dieses Ungleichgewicht hätte ein Neubau in Ober-Rosbach auf viele Jahre weiter festgeschrieben,“ erklärt Michaela Colletti, Vorstandssprecherin des Ortsverbands BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Auch in Zukunft müssten ein Teil der berufstätigen Eltern aus anderen Stadtteilen so ihre Kinder vor der Arbeit nach Ober-Rosbach bringen und dann wieder abholen. Besonders für Rodheimer Eltern ist das ein zusätzlicher Aufwand.“

Für die Grünen war bei der Diskussion über den besten Standort schnell klar, dass dieser nicht unbedingt in einem zu entwickelnden Neubaugebiet liegen muss. In der Ausschuss-Sitzung hatte die Verwaltung verschiedene alternative Standorte in den drei Stadtteilen vorgestellt.

„Die klare Aufarbeitung der Fakten hat uns in unserer Meinung bestärkt, dass der Standort bei der Erich Kästner-Schule in Rodheim die beste Option für einen Neubau ist,“ fügt die Fraktionsvorsitzende Betina Quägber-Zehe hinzu. “Deshalb freuen wir uns, dass wir uns im Nachgang der Ausschuss-Sitzung mit den Fraktionen von CDU, FWG und Stimme auf einen gemeinsamen Antrag in dieser Sache einigen konnten, der auch von der Stadtverordnetenversammlung angenommen wurde.“

Bei der weiteren Verwendung des Areals der Kita „Brüder Grimm“ spricht sich der Ortsverband für eine weitere Nutzung im städtischen Eigentum aus, die sich im Rahmen der jetzigen Bebauung hält (z. B. Mehrgenerationenhaus, Vereinshaus, Raumangebot für Tagesmütter, Bürgerpark). Eine Entscheidung hierzu wurde mit dem gemeinsamen Antrag zurückgestellt und soll in einem gesonderten Verfahren entschieden werden.

Grüne nehmen an der Einweihung des Dr.-Walter-Lübcke-Platzes in Rosbach teil

Betina Quägber-Zehe und Michaela Colletti, Vorstand Rosbacher Ortsverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, mit Clemens Breest, Kreisgeschäftsführer und Vorstandsmitglied BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Wetterau

In der Nacht zum 2. Juni 2019 wurde Dr. Walter Lübcke jäh aus seinem Leben gerissen. Mutmaßlich liegt dem Verbrechen eine rechtsextreme Motivation zugrunde. Der ehemalige Kasseler Regierungspräsident setzte sich Zeit seines Lebens für Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit ein.

Die Rosbacher Stadtverordnetenversammlung hatte sich im vergangenen Jahr in einem gemeinsamen Entschließungsantrag dafür ausgesprochen, den Platz vor der Adolf-Reichwein-Halle nach Dr. Walter Lübcke zu benennen.

Mit einer festlichen Zeremonie wurde am vergangenen Samstag der Dr.-Walter-Lübcke-Platz eingeweiht. Rosbachs Bürgermeister Maar, Landtagspräsident Rhein, Landrat Weckler, Familie Lübcke sowie zahlreiche Abgeordnete und Mandatsträger*innen nahmen teil.

Betina Quägber-Zehe, Fraktionschefin der Rosbacher Grünen, sagte dazu: „Wir danken insbesondere Christoph Lübcke für seine bewegenden Worte über die Grundfesten der politischen Arbeit seines Vaters und die Aufforderung an alle Menschen, sich mutig gegen Extremismus auf allen Ebenen der Gesellschaft zu bekennen.“

Fast täglich erschüttern uns Meldungen über Gewalttaten links- oder rechtsgerichteter Extremisten. „Die Verbrechen in Hanau, Halle und Paris seien hier nur stellvertretend genannt. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Wir Grüne sprechen uns entschieden gegen jede Art von Gewalt aus. Dies hat auch Robert Habeck in einem Statement am 22. Oktober 2020 nochmals ganz deutlich im Namen aller Mitglieder der Partei ausgesprochen,“ fügte Michaela Colletti, Sprecherin des Ortsverbands Rosbach von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hinzu.

Die von dem Rosbacher Unternehmen Stalu Design GmbH sehr ansprechend gestaltete Gedenkstele steht direkt vor der Halle, die den Namen „Adolf Reichwein“ trägt. Am 20. Oktober 1944 bezahlte der in Rosbach aufgewachsene Widerstandskämpfer seinen Einsatz gegen das Nazi-Regime mit dem Leben.

Spendenaufruf für Italien

Guten Tag,

heute ist Ostermontag. Der letzte Feiertag eines sonnigen Osterfestes. Blumen und Bäume stehen in voller Blüte. Es duftet, summt, brummt und zwitschert. Frühling, ein wunderbares Gefühl. Aufbruch, Lebensfreude, Aufschwung, Geselligkeit.

Wir öffnen unsere Fenster und Türen. Da ist es wieder dieses ungute Gefühl. Uns begegnen Menschen mit Mundschutz und Handschuhen. Alle halten Abstand. Die Medien zeigen uns Kranke und Tote. In Bergamo bringt das Militär die Toten aus dem Krankenhaus. In New York stehen Zelte für die Versorgung der Kranken. Es fehlen Särge und die Krematorien sind überfüllt. In Indien demütigen Ordnungshüter Menschen, die gegen das Ausgehverbot verstoßen.

Der Coronavirus hat die Welt fest in Griff. Seuchen kannten wir hierzulande nur aus der Geschichte. Albert Camus beschrieb in seinem 1947 veröffentlichten Roman Die Pest, wie die schwarze Seuche in der algerischen Stadt Oran wütete und bereits viele Jahre zuvor, im Jahre 1827 veröffentlichte Alessandro Manzoni seinen Roman Die Verlobten, der von dem schwarzen Tod in Norditalien (insbesondere in Mailand und Bergamo) berichtet. Wer diese Bücher gelesen hat, erinnert sich wahrscheinlich sein Leben lang an die grauenvollen Beschreibungen. Und doch … all dies war für die meisten von uns bislang weit entfernt von jeglicher Realität.

Nun ist die Fiktion zur Wirklichkeit geworden. Die Auswirkungen für uns sind vielfältig und die Sorgen groß.

Ärzt*innen und Pflegepersonal arbeiten rund um die Uhr. In der Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung fehlen helfende Hände. Viele Geschäfte sind geschlossen und die wirtschaftlichen Konsequenzen rauben Inhaber*innen und Personal den Schlaf. Für Eltern ist es ein Kraftakt, Kinderbetreuung und Beruf gleichzeitig zu stemmen. Dies sind nur einige Beispiele. Die Aufzählung aller Nöte und Ängste ist lang. Wir nehmen die Sorgen ernst.

Wir danken allen die sich engagieren. Unser Dank gilt auch unserer Stadtverwaltung, die in diesen Tagen mit vielen hilfreichen Angeboten den Bürger*innen zur Seite steht.

Bedanken möchten wir uns auch bei Landes- und Bundespolitikern, die seit Wochen unter Hochdruck arbeiten. Tarek Al-Wazir und Thomas Schäfer haben gemeinsam mit ihren Teams einen Plan entwickelt, Kleinstunternehmen zu helfen und den größeren Unternehmen zur Seite zu stehen. Wir denken an diesem Osterfest auch an die Famile von Herrn Schäfer, der nicht mehr unter uns ist.

In den vergangenen Wochen hat sich unser Ortsverband für die Aufnahme von Kranken aus Italien eingesetzt. Wir sprechen unserem Gesundheitsministerium unseren Dank für die Bereitschaft, auch in Hessen französische Patient*innen und italienische Schwerkranke aus der hessischen Partnerregion Emilia-Romagna aufzunehmen.

Als überzeugte Europäer*innen sind wir der Ansicht, dass sich Grenzen in Zeiten der Not nicht schließen, sondern öffnen müssen. Das ist der europäische Gedanke und dafür stehen wir.

In der vergangenen Woche titelte Die Welt „Frau Merkel bleiben Sie standhaft“. Der Autor Christoph B. Schiltz schrieb, dass Gelder europäischer Finanzhilfen in Italien an die Mafia fließen würden. Die Antwort des italienischen Außenmistern Luigi di Maio lautete: „Wir wollen nicht, dass andere Länder unsere Schulden zahlen. Italien weint heute um die Coronavirus-Opfer, aber das Land trauerte und trauert auch heute noch um die Opfer der Mafia. Das ist nicht der Moment für solche polemischen Äußerungen.“ Es folgten Kommentare und – natürlich – der Angriff des italienischen Flügels auf uns Deutsche.

Wir schließen uns den Worten Di Maios an. Es kann und darf nicht sein, dass wir uns gegenseitig verletzen. Das gilt heute und für die Zukunft. Angesichts der tragischen Situation in Italien, der Toten und Kranken und der seit Wochen vollkommen am Boden liegenden Wirtschaft möchten wir uns dem Spendenaufruf des italienischen Generalkonsultats in Frankfurt anschließen:

Der italienische Zivilschutz „Protezione Civile“ hat ein Spendenkonto für die COVID-19 Notlage in Italien gemäß dem Dekret Nr. 18 vom 17.03.2020 (sogenanntes Dekret „Cura Italia“) eingerichtet. Spenden können durch Banküberweisung aus Italien und dem Ausland auf folgendes Konto überwiesen werden:

Kontoinhaber: Pres. Cons. Min. Dip. Prot. Civ.
Bankinstitution: Banca Intesa Sanpaolo Spa
Filiale di Via del Corso, 226 – Roma
IBAN: IT84 Z030 6905 0201 0000 0066 387
BIC: BCITITMM
Verwendungszweck: Emergenza Coronavirus

Wir danken unseren Kirchen, die allabendlich mit ihren Glockengeläut zum Gebet einladen und möchten konfessionsübergreifend dazu einladen. Zünden sie eine Kerze im Fenster zum Zeichen der Verbundenheit an und bleiben Sie gesund.

Herzliche Ostergrüße und einen friedvollen Ostermontag im Kreise Ihrer Familie

Im Namen des Rosbacher Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen

Michaela Colletti

Michaela Colletti

michaela.colletti@gruene-rosbach.de
Vorstandssprecherin
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ortsverband Rosbach

(Tel. 06003-6277)

Neuer Vorstand der Rosbacher Grünen

Neuer Vorstand

Neuer Vorstand der Rosbacher Grünen

Michaela Colletti, Betina Quägber-Zehe und Beate Roth

Neuer Rosbacher Ortsvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Die Rosbacher Grünen haben einen neuen Vorstand. Die Mitgliederversammlung wählte am 29. Februar die Fraktionsvorsitzende Betina Quägber-Zehe (Hypothekenbankerin) und Michaela Colletti (Wirtschaftsdolmetscherin) zu ihren Sprecherinnen. Als drittes Mitglied im Vorstand übernimmt Beate Roth die Funktion der Schatzmeisterin.
Betina Quägber-Zehe ist seit 2006 Stadtverordnete. „Als geborene Rosbacherin fühle ich mich meiner Heimat sehr verbunden. Die Bandbreite an Aufgaben ist groß. Wir werden in den nächsten Tagen die Schwerpunkte unserer Arbeit festlegen.“
„Demokratie lebt vom Dialog. Oberste Priorität hat für mich das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Nur so können wir Ideen und Anregungen aufnehmen, Probleme erfassen und gemeinsam Lösungswege erarbeiten, vor Ort und auf übergeordneter Ebene. Wir sind stolz, dass wir am 13. März in der Adolf-Reichwein-Halle bei uns in Rosbach mit der Erstellung des Kreiswahlprogramms für die Kommunalwahl 2021 beginnen werden,“ sagte Michaela Colletti.
Die Juristin Beate Roth war von 2011 bis 2016 Stadtverordnete in Rosbach. Dank ihrer fundierten Kenntnisse und mehrjährigen politischen Erfahrung leistet sie einen außerordentlich wertvollen Beitrag für die Arbeit im Ortsverband.

Grüner Stammtisch Mittwoch 19.02.2020 20 Uhr

Liebe Interessierte,
es ist wieder soweit, unser nächster Offener Grüner Stammtisch findet statt am Mittwoch 19. Februar, um 20:00 Uhr in der Gaststätte Stadt Rosbach in Nieder-Rosbach. Neben Anregungen und Themen, die jede/r Interessierte mit- und einbringen kann an diesem Abend, geht es dieses Mal um das Thema Giftfreies Rosbach? – Kommunen für biologische Vielfalt e.V.
In ihrem neuen Buch vertritt Dr. Vandana Shiva die These „Eine andere Welt ist möglich.“ Im Januar war die Umweltaktivistin und Preisträgerin des Alternativen Nobelpreises zu Gast in Elsenfeld bei Aschaffenburg. Organisiert wurde der Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde vom Aktionsbündnis „Giftfrei im 3Ländereck e.V.“, das sich für eine Pestizid-freie Region einsetzt. Dr. Shiva schilderte die dramatische Realität in Indiens Landwirtschaft. Pestizide und Gentechnik treiben viele Kleinbauern in den Ruin. Von 2006 bis 2016 haben in Indien 142.000 Bauern Selbstmord begangen. Die Situation in Deutschland ist sicherlich weniger dramatisch, doch auch hierzulande kämpfen viele Landwirte um den Erhalt ihrer Existenz und Pestizide bedrohen das ökologische Gleichgewicht. Wir müssen die Landwirte unterstützen und die Artenvielfalt wahren. Das ist eine komplexe Aufgabe, die keinen Aufschub gestattet.

Laut einer Studie des BUND sind in „Europa etwa 150 verschiedene Nutzpflanzen und rund 80 Prozent der Wildpflanzen abhängig von der Bestäubung durch Insekten. Der monetäre Wert der Insekten-Bestäuberleistung in Europa beträgt etwa 14,2 Milliarden Euro pro Jahr.“

Auf Empfehlung des BUND Rosbach werden die Rosbacher Grünen in der nächsten Stadtverordnetenversammlung den Beitritt der Stadt Rosbach zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“, einem Zusammenschluss von im Naturschutz engagierten Kommunen, beantragen.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme, gerne dürft Ihr diese E-Mail an weitere Interessierte weiterleiten.

Herzliche Grüße
Michaela Colletti
Betina Quägber-Zehe M.A.
BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN
Ortsverband Rosbach
Tel. 06003-6277

Der Nieder-Rosbacher Bücherschrank steht!

Der Nieder-Rosbacher Bücherschrank steht

Die städtischen Gremien haben kürzlich beschlossen, in den Ortseilen Bücherschränke aufzustellen. Der Grundgedanke ist einfach: Wer Bücher, die auch andere interessieren könnten, nicht mehr braucht,  stellt sie in einen öffentlichen Schrank. Dort kann jeder Bücher entnehmen, auf Zeit oder auf Dauer.

Mitglieder des Ortsbeirats haben zunächst nach einem Standort gesucht. Dank der Unterstützung von NORMA wurde man schnell fündig: Im Eingangsbereich des Supermarkts. In einer Gemeinschaftsaktion wurden die Bretter (massive europäische Buche) beschafft, gestrichen und aufgebaut. Und schon stellten sich die ersten Buchspender ein.

Erster Stadtrat Heinz Sill (rechts im Bild) stellte als erstes Buch das Grundgesetz ein mit den Worten: „Dieses Gesetz hat uns unendliche Freiheiten und soziale Sicherheit gebracht. Gerade heute sollten wir daran denken, diese Rechte gegen alle zu verteidigen, die daran rütteln“.

Von links nach rechts: Betina Quägber-Zehe M.A. und Michaela Colletti, Bündnis 90/Die Grünen, Frau Weckesser NORMA Rosbach, Herr Dr. Volker Hoffmann, Ortsvorsteher im Blaumann, FDP, Herr Heinz Sill, 1. Stadtrat, SPD und Gerhard Metzger, FWG. Eine wahre interfraktionelle Zusammenarbeit!